Argumente für den Medienkoffer

Materialien für die pädagogische Praxis zu Diversität und klischeefreier Vielfalt

Ob in Büchern, Filmen, Computerspielen … überall werden Kinder mit limitierenden Rollenbildern konfrontiert, mit Botschaften, die ihnen vermitteln, wie Jungen angeblich so sind, was Mädchen zu interessieren hat, was einen richtigen Mann ausmache, und was typisch sei für eine Frau.

Ganz viele Kinder kommen in diesen Geschichten gar nicht vor, weil ihre Hautfarbe, Herkunft oder Religionszugehörigkeit nicht der vermittelten Norm entspricht, weil sie nur ein Elternteil haben, in einer #regenbogenfamilie leben, weil sie eine Behinderung oder einfach nur andere Interessen und Wünsche haben als die, die von ihnen erwartet werden.

Diese fehlende Repräsentation und das dadurch vermittelte Gefühl des Andersseins der eigenen Person oder Familie kann zu Ausschluss und Diskriminierung führen. Deshalb ist es wichtig, die Themen Toleranz und Solidarität, Ausgrenzung und Mobbing, Zugehörigkeit und Normalität mit Kindern in der pädagogischen Praxis aufzugreifen. Zielgruppe der klische*esc-Medienkoffer sind deshalb öffentliche und (Schul-)Bibliotheken sowie Träger von Einrichtungen der offene Ganztagsbetreuung, Familien-, Kinder- und Jugendzentren u.ä.

Das Grundgesetz enthält eine ausdrückliche Handlungsverpflichtung zur Beseitigung von Nachteilen (Artikel 3, Abs. 2, Satz 2). Auch die ‚Bildungsgrundsätze in der Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich NRW‘ und vielen anderen Bundesländern fordern eine geschlechtersensible Haltung und Genderkompetenzen von Fachkräften, sodass Gleichberechtigung und Gleichachtung tatsächlich gelebte Basis im Alltag von Kindern werden können.

Pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten und Grundschulen, in der offenen Ganztagsbetreuung und Freizeiteinrichtungen sind also verpflichtet, die oben genannten Themen rund um Normierung, Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit Kindern aufzugreifen. Nur so können sie ein wirksames Gegengewicht schaffen zu Ausgrenzungen durch Rassismus, Sexismus, Trans- oder Homophobie und im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes einen aktiven Beitrag leisten, um Benachteiligungen abzubauen (vgl. § 9 III KJHG).

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Klische*esc e.V. unterstützt mit diesem Projekt die 17 Globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals), insbesondere Ziel 5 „Geschlechtergleichstellung erreichen“ und Ziel 10 „Ungleichheiten beseitigen“.